Dünsberg Team Challenge 2016

March 21, 2016

 

Mit einem knappen Sieg für die erste Biebertaler Mannschaft endete gestern die dritte Dünsberg Team Challenge, der sich acht Vierermannschaften aus Hessen stellten. Neben drei Mannschaften aus Biebertal waren zwei Mannschaften des SK Gernsheim und je eine aus Darmstadt, Neuberg und Herborn mit von der Partie.

Um an einem einzigen Tag ein ganzes Turnier mit DWZ-Auswertung zu spielen, müssen besondere Maßnahmen her: Drei Runden Schweizer System von morgens bis abends bei "kurzer" Bedenkzeit von 90 Minuten pro Spieler und Partie und einer Teilnahmebeschränkung auf 8 Mannschaften.

Die Zusammensetzung der Mannschaften stellt einen Kontrast zu den hessischen Mannschaftsmeisterschaften dar: Statt vier Spielern einer Altersklasse waren die Mannschaften bunt gemischt, angepeilt war je ein Spieler aus den Mannschaften U20, U16, U14 und U12. Spieler aus niedrigeren Altersklassen durften aufrücken, um das Feld zu komplettieren.

Die drei Biebertaler Mannschaften gingen sich gegen alle Wahrscheinlichkeit (und ohne Prüfung auf Vereinsgleichheit!) geschickt aus dem Weg. Die dritte Mannschaft, bestehend aus David Wößmann, Leonard Klee, Alexander Hüttseifer und Tristan Limpert, musste Lehrgeld zahlen: Die erste Runde ging gegen Darmstadt mit 1:3 verloren, in der zweiten Runde reichte es gegen Gernsheim 1 nur zu einem 1,5:2,5. Einzig in der dritten Runde gelang gegen Herborn ein 2:2 und immerhin ein Mannschaftpunkt - gegen Herborner verliert man nicht!

 


Die zweite Mannschaft um Alexander Krastev, Jonathan Grunwald, Julia Peschel und Lars Petri machte es besser: In der ersten Runde ein hoher Sieg mit 3,5:0,5 gegen Gernsheim 1, dann leider eine knappe Niederlage gegen die Mannschaft aus Neuberg und schließlich ein 2:2 Unentschieden gegen Darmstadt. Trotzdem blieben alle außer Julia (3/3) hinter ihren Möglichkeiten zurück, besonders die Niederlage gegen Neuberg hätte nicht sein müssen.

Die erste Mannschaft machte es richtig - und legte mit einem 4:0-Kantersieg gegen Herborn in der ersten Runde den Grundstein zum Erfolg. Die zweite Runde gegen den Mitfavoriten Darmstadt war eine klare Kiste: An den hinteren Brettern waren die Darmstädter ersatzgeschwächt, während vorne die starken Spieler Jonas Tibke und Marian Nothnagel warteten. Entsprechend war der Spielverlauf vorhersehbar: Jan Peschel gewann am vierten Brett früh eine Figur und später unbeschadet die Partie, während Tillmann am dritten Brett nach einigen Eröffnungswirren seine Kenntnisse im Kampf von zwei Figuren gegen den Turm gewinnbringend anwenden konnte. Nils Damm am ersten Brett verlor gegen Marian nach einem unnötigen Patzer in der Eröffnung, Finnegan Pralle musste sich am zweiten Brett nach langem Kampf Jonas Tibke geschlagen geben. Ein 2:2 also.

In der dritten Runde entschied sich alles: Mit einem kleinen Brettpunktvorteil starteten die Biebertaler gegen Neuberg - nun mit Tim Hafensteiner, der Nils Damm ersetzte. Beide Mannschaften starteten mit 5 Mannschaftspunkten genau wie Darmstadt am zweiten Brett. Es sollte ein knapper Zieleinlauf werden.

Jan Peschel spielte im "ruhigen" Italiener extrem aggressiv und stürmte die gegnerische Rochadestellung. Dann sah er jedoch nicht, dass er in drei Zügen matt setzen konnte, und wählte eine fehlerhafte Fortsetzung, nach der dann sein eigener, unrochierter König einem Matt zum Opfer fiel. Tillmann Limpert baute in einem Schwerfigurenendspiel immensen Druck auf der f-Linie auf, zunächst gab es jedoch kein Durchkommen. Tillmann setzte einen Bauernhebel an und fand eine Abwicklung in ein gewonnenes Turmendspiel - sein Gegner stellte währenddessen jedoch die Dame ein und streckte wenig später die Waffen. Am ersten Brett ließ sich Tim Hafensteiner eine Menge Zeit. Er hatte ja auch ganz viel Zeit - bis die 90 Minuten fast aufgebraucht waren. Nachdem er vorher einen Bauern gewonnen hatte, wickelte Tim in Zeitnot in ein Damenendspiel ab und fand schließlich auch noch den Übergang in ein Bauernendspiel, das er mit einem sofortigen Bauerndurchbruch zu seinen Gunsten entschied - mit weniger als zwei Minuten Restbedenkzeit, wohlgemerkt! Das zweite Brett brachte die Entscheidung. Nach der Öffnung des Zentrums fand Finnegan Pralle eine hübsche Kombination, die Bauer und Dame für Turm und Figur gewann. Das folgende Mittelspiel stellte sich jedoch schwieriger dar als gedacht, und erst nach langem Ringen konnte Finn den vollen Punkt - und den Turniersieg für seine Mannschaft - einfahren. Neben dem Wanderpokal und einem Geldpreis für die Siegermannschaft erhielten alle Mannschaften Sachpreise, die sie entweder auf der Heimfahrt aufessen konnten oder in ihren Vereinen für gemütliche Spieleabende lagern.

 


Mit einem vollen Teilnehmerfeld kann man die Dünsberg Team Challenge nach ihrer dritten Auflage als etabliert ansehen. Wir freuen uns darauf, das Turnier in den kommenden Jahren fortzuführen - mit ähnlich tatkräftiger Unterstützung durch die Eltern wird das Turnier gewiss auch dann ein Erfolg! 

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